Spielbericht SC Großschweidnitz-Löbau – SSV Germania Görlitz 3:2 (1:0)

Wenn eine gestandene Kreisoberligamannschaft auf einen Aufsteiger trifft, sollte die Favoritenrolle klar verteilt sein. Doch  danach sah es in der ersten halben Stunde, auch trotz der 1:0-Führung durch Hanske, welcher einen groben Abwehrfehler  nutzte, nicht aus. Der Sportclub, wenn auch durch zahlreiche Ausfälle geschwächt, fand in der ersten halben Stunde überhaupt nicht zu seinem Spiel. Technische Unzulänglichkeiten, fehlende Laufbereitschaft und insbesondere die fehlende Geschwindigkeit in den  Aktionen ermöglichte es den Gästen das Spiel offen zu halten. So hatten die Görlitzer durch Sandro Jäkel sogar die große  Chance zum Ausgleich. So scheiterte er zunächst freistehend an SC-Schlussmann Alexander Ehrlich um kurz darauf den  abprallenden Ball knapp neben das Tor zu köpfen. Dies schien die Spieler des Sportclubs wachgerüttelt zu haben. So wurden die Aktionen zielstrebiger und man erarbeitete sich einige Chancen. Das Zusammenspiel zwischen Robin Böhm und Ricardo Riediger war zu ungenau, sodass eine gute  Möglichkeit ungenutzt blieb. Die größte Chance das Ergebnis auszubauen ließ Marco Hanske nach feiner Vorarbeit von Andreas Graf ungenutzt.

Auch im zweiten Abschnitt war der Sportclub nun die aktivere Mannschaft und mit den Einwechslungen von Steven Klose und Marco Nietsch kam noch einmal frischer Wind ins Spiel des Gastgebers. Das Zusammenspiel dieser beiden brachte dann auch das 2:0. Eine scharfe Eingabe von Klose musste Torjäger M. Nietsch nur noch über die Linie drücken. Das 3:0 durch Andreas Graf bereitete Libero Ronny Nietsch mustergültig vor. Mit der beruhigenden Führung sollte man denken, dass nun etwas mehr Ruhe ins Spiel des Sportclubs kommt. Doch um sich weiter um einen strukturierten Spielaufbau zu bemühen verlor man nun völlig den Faden. So konnte der kurz zuvor eingewechselte Frank Ressel nach einer unübersichtlichen Situtation im Strafraum für die Gäste aus Görlitz verkürzen. Die Görlitzer lösten nun etwas mehr ihren Deckungsverbund auf und so kam der Gastgeber zu einigen Konterchancen. Doch weder der Kopfball von Nietsch, noch der von Hanske fanden den Weg ins Tor. Auch ein Sololauf von Riediger blieb ungenutzt. Kurz vor Schluss erzielten die Gäste dann sogar noch den 2:3 Anschlusstreffer. Sandro Jäkel schloss trocken von der Strafraumgrenze ab. Der Sportclub musste nun noch einige gefährliche Freistoßsituationüberstehen und konnte sich letztlich über drei glückliche Punkte freuen. Auch SC-Coach René Tschackert zeigte sich von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht „Das einzige was heute positiv zu  bewerten ist, sind die drei Punkte“. Schon in der nächsten Woche hat die Mannschaft die Möglichkeit es wieder besser zu machen. So trifft der SC im Heimspiel  auf den NFV Gelb-Weiß Görlitz.